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Micro SD Karten: die kleinen Speicherwunder

SD Karten

Heutzutage benötigen viele elektrische Geräte SD- oder sogar Micro-SD-Karten. Das fängt beim Fotoapparat an, geht über Active- und Outdoor-Cams, Drohnen mit Kamera und hört beim Smartphone noch lange nicht auf. SD-Karten werden, insbesondere wegen ihrer kleinen Größe, vor allem in technischen Geräten eingesetzt. Aufgrund der rasanten technologischen Entwicklung speichern wir immer mehr Daten. Gerade Fotos und Filme benötigen inzwischen reichlich Speicherplatz und viele ältere Speicherkarten sind einfach zu klein geworden. Wir erklären, was aktuelle Micro-SD-Karten ausmacht und worauf man beim Kauf achten sollte.

Was für Speicherkarten gibt es überhaupt?

Das „SD“ in SD-Karte steht für Secure Digital und betitelt den Speicherkartentyp.

Es gibt mehrere verschiedene Speicherkartentypen, so z.B. auch die Compact Flash Card (kurz CF-Karte), den Memory Stick, die Multimedia Card (kurz MMC) und einige exotischere Typen, sowie auch die SD Karte / Micro-SD Karte.

Die Micro-SD-Karte ist von der PIN-Belegung her nicht identisch mit der SD-Karte.

Heutzutage sind die SD- und Micro-SD-Karten die wohl am häufigsten verkauften Speicherkarten weltweit.

Die Micro-SD Karte ist besonders winzig, wie der Name schon sagt. Die Größe entspricht in etwa einem Fingernagel.

Die SD-Karte / Micro-SD Karte

Die ursprüngliche SD-Karte wurde im Jahre 2001 von San Disk auf den Markt gebracht. Die Spezifikationen beliefen sich damals auf maximal 1 GB Speicherkapazität (SD 1.0) und etwas später mit 2 GB (SD 1.1). Dabei wurde das Filesystem FAT 16 auf der Karte benutzt.

Die SDHC- Karte / Micro-SDHC-Karte

Die SDHC Karten (SD 2.0) gibt es in Kapazitäten bis 32 GB. SDHC steht hier für SD High Capacity. Diese Karten funktionieren nicht in Geräten, die ursprünglich nur für SD 1.0 und SD 1.1 Karten gebaut wurden.

Mit dem Erscheinen der SDHC-Karten wurden Leistungsklassen festgelegt, die Mindestübertragungsraten für Daten festlegten. Dabei gibt die Klasse die Geschwindigkeit an (Klasse 2 entspricht 2 MByte/s, Klasse 6 entspricht 6 MByte/s, usw.).

Man kann damit festhalten, dass die Geschwindigkeitsklasse der SD- und Micro-SD-Karte etwas über die Qualität aussagt. Da insbesondere Filme in hoher Qualität und auch Serienbilder bei Kameras eine schnelle Datenübertragung benötigen, empfiehlt es sich, eine möglichst hohe Klasse zu erwerben.

Die SDXC-Micro-SDXC Karte

Seit etwa 2009 gibt es die sogenannte SDXC-Karte. Man spricht von SD 3.0. Die Spezifikationen dieser Karte erlauben Größen bis zu 2 Terrabyte (2048 GB), die größten Micro-SDXC-Karten fassen aktuell 512 GB. Die Leistungsklassen bleiben erhalten, aktuell sind bis 300 Mbyte/s möglich.

Sonderformen

Der Speicherstandard SDUC (Secure Digital Ultra Capacitiy) verspricht eine Speicherkapazität bis 128 TB.

Angekündigt ist außerdem die SD Express Karte mit Geschwindigkeiten von 985 Mbyte/s.

Fälschungen

Immer wieder gibt es Fälschungen am Markt. Diese scheinen äußerst lukrativ zu sein, denn hochwertige Karten mit entsprechend hohen Kapazitäten sind immer noch recht teuer.

Die Fälscher fälschen meist entweder die Größe der SD-Karte oder die angegebene Geschwindigkeit. Gerade der Laie hat oft nicht die Möglichkeit, die tatsächliche Geschwindigkeit problemlos zu kontrollieren. Auch dass die Kapazität nicht stimmt, merkt man häufig erst, wenn man viele Daten auf der Karte speichern will und den tatsächlich verfügbaren Speicherplatz überschreitet.

Eine weitere beliebte Fälschungsmethode ist es, No-Name Karten als Markenware zu verkaufen. Häufig werden dabei auch gleich Größe und/oder Geschwindigkeit falsch angegeben.

Worauf beim Kauf einer Speicherkarte achten?

Zunächst sollten Sie Ihr Gerät, für welches Sie die Speicherkarte benötigen, prüfen. Müssen Sie alte SD 1.0 / 1.1 Karten verwenden oder dürfen bereits neuere Speicherkarten vom Typ SDHC, bzw. sogar SDXC in das Gerät?
Während bei aktuellen Smartphones praktisch immer die neuen SDXC Karten problemlos laufen, ist dies häufig bei Geräten, die man über Jahre behält, nicht der Fall. Man denke an die hochwertige Fotokamera, die man vielleicht sogar Jahrzehnte nutzt.

Wägen Sie dann ab, mit welcher Größe Sie auskommen. Schätzen Sie ruhig etwas großzügiger, denn gerade der Speicherbedarf wächst ständig. Was heute noch ausreichend ist, kann morgen schon viel zu klein sein.

Die Geschwindigkeit sollte ausreichend sein. Aktuelle gute Karten liegen bei mindestens 90 Mbyte/s. Wenn Sie etwas mehr Geld anlegen, sind Sie sicherlich für die Zukunft besser gerüstet.

Markenprodukte großer Hersteller, wie z.B. Samsung, SanDisk, Hama, Kingston, Panasonic, Sony oder Toshiba, sind in der Regel hochwertig und ihr Geld wert.

Um den Kauf einer Fälschung zu vermeiden, empfiehlt es sich, im Internet zu bestellen (z.B. bei Amazon) und dort ein Angebot eines seriösen Händlers (oder Amazon selbst) zu wählen. Diese können sich in der Regel den Verkauf von Fälschungen nicht leisten. Vorsichtig sein sollten Sie bei Verkäufern mit wenigen oder schlechten Bewertungen. Vor allem, wenn diese im Ausland sitzen.
Um völlig auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, die neue Karte mit einem Kartenlesegerät am PC zu testen. Entsprechende Software kann man im Internet herunterladen.

Ein letzter Tipp: Es gibt für alle Micro-Karten (egal ob SD, SDXC oder SDHC) Adapter, mit denen man die kleinen Karten auch in Geräten nutzen kann, die eigentlich die großen SD-Karten benötigen. Diese Adapter kosten nur ein paar Cent und sind bei Micro-Karten sogar häufig gratis dabei.
Mit diesem Trick spart man sich vielleicht die eine oder andere teure SD-Karte, die man nur selten benötigt.

 


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