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Komposter - Vergleich & Ratgeber

Während früher die meisten Bauern und Gartennutzer ihre organischen Abfälle einfach auf den Komposthaufen geschmissen haben, damit diese sich dort zersetzen konnten, gibt es heute im Handel verschiedene Komposter in denen das Kompostieren zum Teil sogar schneller von statten geht.

Vergleich Ratgeber

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Komposter-Ratgeber: So wählst Du das richtige Produkt

Was ist ein Komposter überhaupt?

Um zu verstehen, was ein Komposter ist, muss man zunächst den Vorgang des Kompostierens begreifen.

Im Grund werden organische Abfälle, wie z.B. Pflanzenreste, Zweige, Blumen, Kartoffelschalen und Gemüsereste, auf einen Haufen geschüttet und der Verwesung preisgegeben. Mikroorganismen zersetzen dabei die Abfälle und es entsteht am Ende Humus. Dieser Humus ist wertvoll für den eigenen Garten und kann, wohl dosiert, zum Düngen verwendet werden. Dieser natürliche Vorgang funktioniert vor allem bei Wärme, in der kalten Jahreszeit kommt die Verrottung fast vollständig zum Erliegen.

Welche Komposter gibt es und was leisten sie?

Einfache Komposter

Die einfachsten Komposter sind einfache Boxen aus Holz oder Draht. Diese sollen den offenen Komposthaufen zusammenhalten.

Komposter aus Holz gibt es übrigens schon seit Jahrhunderten und die Bauweise ist einfach – aus losen Brettern wird eine Box gebaut. Die Bretter sind in einigem Abstand montiert, damit der Kompost ausreichend Luft bekommt. Nachteil ist sicherlich, dass Holz schnell verwittert. Eine Drahtbox als Komposter zu nutzen, sieht vielleicht nicht so naturnah aus, löst aber zumindest das Problem der Verwitterung. Leider fangen viele Modelle irgendwann an zu rosten und auch diesen Rost wollen wir nicht im Humus haben.

Einfache Komposter haben in der Regel nur die Aufgabe, den Kompost an seiner Stelle zu halten. Die organischen Abfälle können nicht durch Sturm oder Tiere im Garten oder auf dem Hof verteilt werden. Auch unerwünschtes Ungeziefer wird durch einen einfachen Komposter besser abgehalten.

Als Nachteil von einfachen Kompostern kann festgehalten werden, dass die Verrottung der Abfälle sehr langsam geschieht und aufgrund des meist fehlenden Deckels und der offenen Bauweise eine starke Geruchsbelästigung entsteht. Ein einfacher Komposter eignet sich daher insbesondere für einen großen Garten, wenn man die Box abseits von der Terrasse platzieren kann.

Thermokomposter

Über den einfachen Komposter hinaus gibt es die sogenannten Thermokomposter, auch Schnellkomposter genannt. Diese sind in der Regel aus Kunststoff und bis auf einige Luftlöcher geschlossen. Die meisten dieser Schnellkomposter verfügen am unteren Rand über eine oder mehrere Öffnungen, durch die man den frischen Humus herausholen kann.

Die Bauweise eines Thermokomposters hat den Vorteil, dass die durch den Kompostiervorgang entstehende Wärme im Komposter gehalten wird. Im Winter, wenn die meisten Komposthaufen den Prozess der Zersetzung pausieren, arbeitet der Thermokomposter weiter. Dadurch läuft der Vorgang über das gesamte Jahr und somit wesentlich schneller ab. Mitunter kann in 6 bis 9 Monaten das erreicht werden, was auf einem normalen Komposthaufen 1 Jahr und länger dauert.

Darüber hinaus verhindert ein Schnellkomposter auch die üblen Gerüche.

Zubehör

Im Zubehörbereich gibt es für Komposter keine große Auswahl. Bei einigen Modellen kann man ein Mäuse- oder Bodengitter nachkaufen, was prinzipiell eine gute Sache ist und z.B. Wühlmäuse abhält.

Ein Komposthaken dient der Umschichtung des Komposts, was man regelmäßig einmal pro Woche machen sollte.

Zusätzlich kann man im Internet zur schnelleren Kompostierung Regenwürmer erwerben.

Komposter kaufen – worauf achten?

Abgesehen von der Frage, ob man einen Schnellkomposter erwerben möchte oder lieber einen herkömmlichen einfachen, gibt es einige Dinge, auf die man achten sollte.

Zunächst müssen Sie sich für einen Platz entscheiden, wo der Komposter letztlich stehen soll. Der Komposter sollte auf Erdreich stehen, damit nicht nur überschüssiges Wasser versickert, sondern auch Insekten und Mikroorganismen in den Haufen eindringen können.

Tendenziell geht unser Rat zu den Schnellkompostern aus Kunststoff. Diese erledigen ihre Arbeit in etwa der halben Zeit, sind dank Abdeckung geruchsneutral und über Jahre hinweg nutzbar. Der Kostenaufwand ist leider im Vergleich zu einem normalen Komposter aus Holz oder Draht etwas höher. Aufgrund der langen Lebenszeit rechnet sich dies trotzdem.

Wir empfehlen Ihnen darüber hinaus, lieber zwei kleine Schnellkomposter aufzustellen, anstelle eines einzigen großen. Wer sich näher mit dem Thema Kompostierung befasst, stellt schnell fest, dass man so immer einen Vorrat an Humus hat, wenn man beide Boxen mit etwas zeitlichem Abstand bestückt.

Haben Sie sich also für eine Art entschieden, so sollten Sie prüfen ob folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Hochwertige Verarbeitung

    bei Kunststoff ist Stabilität und UV-Beständig wichtig, bei Holz Splitterfreiheit und eine gute Imprägnierung.

  • Stabiler Stand
  • Die richtige Größe. Ist der Komposter zu klein, muss nachgekauft werden.
  • Gut zugängliche Entnahmeklappen bei Kunststoff-Kompostern
  • Leichte Montage
  • Fairer Preis

Komposter gibt es ebenso von traditionsreichen Markenherstellern, wie auch von günstigen, unbekannten, Anbietern. Markenhersteller, wie z.B. Dehner, Graf, Neudorf oder Juwel haben meist Produkte von guter Qualität, sind aber auch manchmal etwas teurer.

Achten Sie am besten neben den Produktbeschreibungen auf Tests und Bewertungen im Internet, denn diese geben Aufschluss über die Qualität und mögliche Probleme mit dem Produkt.

Fazit

Den eigenen Komposter im Garten aufstellen – das ist eigentlich gar kein Problem und mit unserem Ratgeber haben Sie auch alles Wichtige an der Hand, um sich für ein gutes Produkt zu entscheiden.